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Feuerlöscher und ihre Brandklassen

In Deutschland bricht durchschnittlich alle 3 Minuten ein Feuer aus. Die schnelle Brandbekämpfung ist daher besonders bedeutend. Durch ein Kleinlöschgerät, im Volksmund auch Feuerlöscher genannt, können Entstehungsbrände effektiv eingedämmt werden. Es gibt jedoch Unterschiede bei den Feuerlöschern, denn nicht jeder Löscher ist für jeden Brand geeignet. Welche Unterschiede es gibt zeigt die nachfolgenden Grafik:

Feuerloescher Brandklassen

Löschmittel

Die Löschmittel sind für die unterschiedlichen Anwendungsgebiete bedeutend.
Feuerlöscher mit Wasser, Schaum- und ABC-Pulver häufig in privaten Haushalten und Bürogebäuden Anwendung. Vor allem die ABC-Pulverlöscher haben ein breites Einsatzgebiet, mit der Ausnahme von Metall- und Fettbränden. Metallbrandpulver werden in der Regel in der Industrie genutzt. Spezielle Fettbrand-Löscher sind in der Gastronomie zu finden.
BC-Pulver finden vorwiegend dort Anwendung, wo die Gefahren für Brände der Klassen B und C besonders groß sind (z.B. in der Chemie- oder Petroindustrie). Kohlendioxid-Löscher werden oft in Bereichen von elektrischen Anlagen oder Serverräumen verwendet, da das Löschmittel vollkommen rückstandsfrei ist und keine elektrische Leitfähigkeit besitzt.

Brandklassen

Die Brandklassen können in fünf Gebiete unterteilt werden und sind in der europäischen Norm EN 2 geregelt:

Brandklasse A

Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die unter Glutbildung verbrennen. Beispiele: Holz, Kleidung aus Baumwolle, Stroh, Kohle, Papier.

Brandklasse B

Brände von flüssigen oder während des Brandes flüssig werdenden Stoffen.
Beispiele: Benzin, Alkohol, Fette, Öle, Harz, Kunststoffe, Teer, Wachs, Paraffin.

Brandklasse C

Brände von Gasen und gasförmigen Stoffen.
Beispiele: Erdgas (CNG), Methan, Propan (LPG), Stadtgas, Wasserstoff, Acetylen.

Brandklasse D

Brände von Metallen und metallischen Legierungen.
Beispiele: Magnesium, Aluminium, Natrium, Lithium, Kalium und deren Legierungen.

Brandklasse F

Brände von Speiseölen und Speisefetten aller Art.
Beispiele: Friteusenfett, alle Fette die beim Kochen stark erhitzt werden.